Er ist nicht reich, er hat keine Machtposition- und er zeichnet sich auch nicht durch gute Manieren aus – Trotzdem hat er herausragenden Erfolg. Wie ist das möglich? Martin Luthers Beispiel zeigt Dir, wie Du allen Wiederständen zum Trotz Dein Ding machst, und wie Du es durchbringst, auch wenn es hart auf hart kommt.

Heute ist Reformationstag. Und egal ob Du evangelisch oder katholisch, buddhistisch oder atheistisch bist: Es gibt diese drei Dinge, die Du jetzt von Luther lernen kannst. Es sind drei Dinge, die erklären, warum ein einfacher Mönch den Kampf mit der damaligen Weltmacht Kirche gewinnen konnte:

1) Er hat Mut

Luther geht mit seiner Meinung nach draußen. Er macht sich Luft und spricht klipp und klar aus, was er denkt. Er handelt nach seinem Spruch: „Tritt fest auf, machs Maul auf, hör bald auf“. Seine Thesen schlägt er an die Kirche zu Wittenberg – da wo sie jeder sehen kann – und steht mit seinem Namen dafür ein. Mehrmals hat er Gelegenheit, seine Thesen vor strengen Gerichten zu widerrufen. Man droht ihm mit dem Entzug seiner Grundrechte, mit Ächtung, Gefängnis und Tod. Man erklärt ihn für vogelfrei. Und das ist er dann auch. Denn er behält seine Freiheit zu sagen und zu denken was er will.

– Sein Leben war in Gefahr, aber es blieb sein Leben. Er lebte nicht so, wie es die anderen von ihm wollten, sondern so wie er es wollte. Anstatt einer sofortigen Selbstaufgabe wählte er einfach die Option, sein eigenes Leben zu behalten – auch auf die Gefahr hin, dass es ihm durch Gewalt genommen würde. Aber den Gefallen, sich selbst aufzugeben tat er seinen mächtigen Widersachern nicht. Er ließ sich nicht zwingen. Er blieb frei. Dadurch wurde er so einflussreich, wie kaum einer nach ihm.

„Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich“ Dieser Goethe zugeschriebene Ausspruch passt zu dem streitbaren Reformator. Er passt aber auch zu jedem Unternehmer, zu überhaupt jedem Menschen, der beruflich und/oder privat ein Wagnis eingeht, das ihm auf dem Herzen liegt.

Mich steckt es immer an, wenn ich von mutigen Menschen wie Luther lese. Leider stelle ich im Alltag oft fest, dass viele Menschen nicht mal den Mut haben, den Anweisungen eines Bademeisters zu wiedersprechen. Die ordnungsliebenden Bürger, machen was man ihnen sagt und was man von ihnen erwartet, egal wie blöd es ist. – Aber dann sind sie eben auch nicht frei. Auf Mallorca sagte mir letztens ein Urlauber: „Ich würde ja auch gerne schwimmen, aber die Strandaufsicht erlaubt es nicht.“

Wenn schon eine einfache Badeordnung die Grundrechte des Menschen (§2 Grundgesetz- persönliche Freiheit) außer Kraft setzen kann (natürlich nur im Kopf des Urlaubers – faktisch hatte er das Recht und die Möglichkeit) wie steht es dann mit echten Wagnissen wie Vater sein, Freund sein, Liebender sein, Unternehmer sein, reich sein, erfolgreich sein? Lässt man sich da auch durch die Wiederstände, die das Leben so bietet (Bequemlichkeit, Erwartungshaltung der anderen, etc..) eingrenzen? Dass muss doch nicht sein. Luther hatte weit schwierigere Bedingungen und hat sich durchgesetzt. Deshalb ist er ein Beispiel für uns.

2) Es ist ihm egal, was andere denken

Luthers Kernlehre ist, dass man sich selbst nicht gut machen kann, indem man menschliche Gesetze beachtet. – Man muss eben nicht anderen Ansprüchen genügen. Man muss sich nicht anstrengen, um Anderen zu gefallen, man muss nichts leisten. Was Autoritäten sagen ist egal. Es genügt, wenn man seinem eigenen Gewissen folgt und ernsthaft an die göttliche Gnade glaubt. „So halten wir es nun, dass der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben“ – Dieses von Luther übersetzte Bibelzitat steht unter dem Lutherdenkmal der Kirche auf Norderney (da, wo ich immer meine Waffeln esse).

Diese Haltung ist revolutionär in einer Zeit, da alle auf die Autorität der Kirche gehört haben. Sie ist auch heute noch revolutionär. Denn auch heute hören viele auf das, was andere an Normen vorschreiben. Ich bin erst gut, wenn ich anderen zeige, dass ich x mache oder x denke – So ist die Haltung. Aber fühlt sich das auch wirklich gut an, fremden Normvorgaben zu folgen? Das kann jeder für sich selbst entscheiden. Luther zeigt uns, dass es auch einen andren Weg gibt. Religionsbezogen und generell. Der andere Weg heißt nicht völlige Gleichgültigkeit. Es ist ja nicht egal, was Du selbst nach Deinem eigenen Gewissen von Dir denkst und fühlst.

Dieses eigene Gewissen können wir befragen, aber viele haben dazu keinen Zugang mehr. Das ist traurig. Um den Zugang wiederzuerlangen, können wir einmal versuchen, das, was andere an moralische Normen vorschreiben als weniger wichtig anzusehen. Luther wurde dafür hoch geachtet. Seine Werte waren für andere verständlich – auch wenn sie zum Teil diametral gegen die Meinung der damaligen obersten moralischen Instanz – der mächtigen Kirche – gerichtet waren.

Natürlich ist es wichtig sich mit anderen zu beraten und Rücksicht auf andere Meinungen zu nehmen. Aber wenn Du immer nur auf andere hörst – wo ist dann Dein eigener Kopf?

Kannst Du Dein Leben leben, nur mit einem Abbild der Meinungen anderer? Oder musst Du nicht mal sagen: „Ich stille mein Kind hier und jetzt weil es das richtige ist, auch wenn andere mich schief angucken!“? (Der Vorfall bei dem Saskia Holzapfel nach dem Bericht der Rheinischen Post vom 28.10.2017 angefaucht und des Biomarktes verwiesen wurde). Musst Du nicht mal sagen: „Ich schreibe die Visa für die verfolgten Juden, auch wenn mich mein Land dafür aus dem diplomatischen Dienst entlässt!“? (Fall des Japaners Sugihara Chiune).

3) Er konnte nicht anders

„Hier stehe ich – ich kann nicht anders.“ Das soll Luther bei seinem Verhör unter Todesdrohung gesagt haben. Man verlangt von ihm zu wiederrufen. Und sicherlich hat Luther lange nachgedacht, ob es nicht falsch ist, was er tut. Als gläubiger Mönch hat es für ihn durchaus Gewicht, was der Papst sagt. Als Gelehrter hat es für ihn Gewicht, was angesehenere Gelehrte sagen. Als Untertan hat es Gewicht, was die kirchentreuen Fürsten sagen. Und alle sagen ihm, er müsse wiederrufen. Aber ihre Argumente kann er nicht verstehen. Er findet auch keinen Beweis für ihre Forderung in der Heiligen Schrift – Dieselbe heilige Schrift, auf die sich seine Gegner berufen, das Dokument, von dem aus die Kirche ihre Macht ableitet. Seine Gedanken sind logisch und er will (nein, er kann!) diese klaren Gedanken nicht vergessen zugunsten des unlogischen Gedankengebäudes seiner Widersacher. Es ist eine Gewissensfrage für ihn – denn gegen seine klare Erkenntnis zu widerrufen, das wäre für ihn „gefährlich und unmöglich“ das würde ihn aus seiner Verbindung mit Gott werfen. Er kann wirklich nicht anders.

Gibt es nicht auch Momente, in denen Du etwas siehst, was Dir andere nicht ausreden können, weil Du all ihre Argumente geprüft hast und sie für Dich nicht überzeugend waren? Du willst kein Sturkopf sein, Du hast Dich emotional geöffnet für die Eingaben der anderen. Du willst gerne darauf hören – aber Du kannst nicht anders. Du kannst nicht, weil Dir eine klare Evidenz sagt, dass es trotzdem falsch ist. – Dann tu es auch nicht.

Natürlich wirkten bei der Erfolgs-Geschichte Martin Luthers die Umstände der damaligen Zeit mit. Ohne die Unterstützung einiger Fürsten, ohne den „Zeitgeist“ der sich langsam gegen die Monopolstellung der Kirche stellte, hätte es keinen Luther gegeben. Er wäre nie entstanden, gescheitert oder vergessen worden. Aber warum konnte gerade Martin Luther die Unterstützung der Fürsten gewinnen und den Zeitgeist formen? Warum konnte keine andere Person eine so umwälzende Entwicklung wie die Reformation auslösen? Weil Luther eben Luther war und die drei oben genannten Punkte gelebt hat. Vielleicht regen diese Punkte Dich an, Du selbst zu sein und Dein Leben zu leben, so wie Du es magst. Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei.

Werde vermögend!

  • Leicht zu lesende Anleitung mit überzeugenden Beispielen
  • Echtes Expertenwissen mit Ideen von Dr. Robert Velten,
    Self-Made-Fondsmanager und Philosoph
  • Von Insidern und Lesern gelobter Verlags-Top-Titel

mehr erfahren

Hallo, ich bin Robert Velten.

Ich schreibe, damit Sie mehr Vermögen, mehr Zeit und Lebensqualität gewinnen können. Vermögen ist mein Fachgebiet - als Wissenschaftler und Unternehmer. Sehr gerne gehöre ich zu den Menschen, die Sie inspirieren. Bleiben wir in Kontakt!

Schon den Newsletter abonniert?

Der kommt nur selten, dann aber mit interessanten Neuigkeiten rund um Deine Möglichkeiten für ein Leben mit echtem Vermögen. Außerdem gibt es Hardcover Exemplare von "Mehr als Reichtum" zu gewinnen.

Der eine große Irrtum über Vermögen

Wir verschwenden Zeit und Geld, weil wir nicht wissen was Vermögen ist. Viel zu lange sind wir falschen Propheten gefolgt. Jetzt machen wir Schluss damit und gewinnen.

weiterlesen

Diese 5 Bereiche des Lebens machen Dich frei:

Selbstbestimmt leben und endlich frei sein. Das ist gar nicht so schwer. Nur wissen die meisten nicht nicht, wo sie anfangen sollen. Achte auf diese fünf Dinge:

weiterlesen

Deine eigene Immobilie? - Vergiss es erstmal!

Du überlegst, Wohneigentum zu kaufen - die eigenen vier Wände - um Mietkosten zu sparen? Das funktioniert leider nicht. Und es wird aus den folgenden Gründen auch niemals klappen. Mietkosten kannst Du nicht umgehen. Mach stattdessen etwas anderes.

weiterlesen