Dass es Fonds gibt, die ihren Verleichsindex immer wieder übertreffen, ist für viele ETF-Sparer kein Grund ihre (dogmatische) Anlage-Philosophie zu überdenken. Sie setzen derzeit über ihre MSCI World Etfs stark auf (teure) US-Titel. Dass mein Fonds den Dax klar übertrifft und immer wieder Spitzenplätze unter allen deutschen Fonds einnimmt (gestern erst erschien ein weiterer Artikel in der Fachpresse) nehme ich zum Anlass, nun zunächst die folgende, verbreitete These zur Disskusion zu stellen:

Es gibt Leute, die Investments in deutsche Aktien als „Home-Bias“ bezeichnen.

Als Philosoph und Hochschul-Dozent für Behavioral Finance (Wissenschaft vom Verhalten an Finanzmärkten) habe ich mich ausgibig mit „Biases“ (Gedankenfehlern) beschäftigt und habe hunderte von ihnen gesammelt – um sie zu vermeiden und auch aus reinem Interesse.

Ein „Home-Bias“ ist, wenn man Aktien überbewertet weil man sie aufgrund ihres administrativen Sitzes (in diesem Fall Deutschland) besser zu kennen glaubt, obwohl man sie in Wirklichkeit nicht besser kennt.

Wenn man hingegen in deutsche Aktien investiert, weil man ihre Bilanzen systematisch auswertet und weil die Berichtspraxis intensiver ist, als in den meisten anderen Ländern – weil man zudem das Funktionieren der Auswahlstrategie gründlich in diesem Markt getestet hat- dann ist das kein Home Bias.

Genau das mache ich mit meinem Fonds.

Manche behaupten, es sei ein Home-Bias, inländische Aktien überzugewichten. Man müsse stattdessen die ganze Welt im Depot haben. Wenn DAS ein Home Bias wäre, wäre der Begriff unsinnig – Denn ein „Fehler“, mit dem man jahrzehntelang aus guten Gründen gut fährt … ist wohl keiner. Warren Buffet zum Beispiel ist damit jahrzehntelang gut gefahren.

Selbstverständlich kann man die ganze Welt im Depot haben. Der MSCI World besteht aber zu 57% aus US-Aktien. Und diese sind derzeit teuer.

Hingegen setzet mein Fonds nicht primär auf generell deutsche Aktien, sondern auf diejenigen 30 von 300, die überwiegend international tätig sind, und die im Verhältniss zu ihrem Wachstum und ihrer Ertragsstärke günstig sind.

Wer alle aktiv gemanagten Länderfonds als Home Bias bezeichnet macht selbt einen Denkfehler (einfaches Wort dafür : Schubladendenken). Zu große Vereinfachung ist selten gut. Differenzierung ist besser.

Der Aktikel zeigt jedenfalls, dass mit deutschen Aktien – insbesondere mit einem aktiven Fondsmanagement – (nach Kosten) gutes Geld zu verdienen war.

Mit wissenschaftlicher Methode ist das auch weiterhin möglich – auch wenn es zwischenzeitlich Rückschäge geben kann. Rückschläge drohen vielleicht eher teuren US-Aktien.

Im Grunde ist es völlig egal wo eine Aktie herkommt. Deshalb setze ich eben auf die Auswahl von Einzeltiteln – solchen, die ich verstehe.

Ich verstehe solche, deren Abschlüsse ich viemal jährlich auswerte und die vergleichbar berichten. Das ist kein Home Bias sondern eine sinnvolle Spezialisierung.

Insofern ist der Begriff Home Bias mit Vorsicht zu genießen. Insbesondere aktuell und insbesondere wenn der vermeitliche Home Bias – wie bei Buffet und Velten – Geld bringt.

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„Eine rare Kombination von Philosophie, Wirtschaftswissenschaft und gesundem Menschenverstand – anschaulich, unterhaltsam, lehrreich und persönlichkeitsbildend.“
Prof. Dr. Volker Eichener

„So macht es Spaß, sich nicht nur mit seinen Finanzen, sondern auch mit der eigenen Einstellung zum Geld und weit darüber hinaus zu beschäftigen. Ein Feuerwerk an Erkenntnisgewinnen für jeden Leser.“
Dirk Müller, Börsenprofi, Bestsellerautor

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„Robert Velten zeigt mit seinem Fonds wie es geht.“
€uro fondsxpress vom 2. Februar 2018

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